Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und treten in einer Vielzahl von Erscheinungsformen auf:
als generalisierte Angststörung, Panikstörung, soziale Phobie sowie spezifische Phobien (z. B. Höhenangst oder Spinnenphobie). Diese Erkrankungen zeichnen sich durch übermässige, irrationale Ängste aus, die das Denken, Fühlen und Handeln der Betroffenen stark beeinträchtigen können..,
Bei Angststörungen ist die Balance zwischen der Angst als natürlichem Selbstschutz und einem angstfreien Zustand aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Angst verselbstständigt sich und entwickelt ein unheilvolles Eigenleben, das unser selbstbestimmtes Handeln einschränkt und unsere Lebensqualität schleichend abbaut. Betroffene zeigen häufig übermässige, unbegründete Angstreaktionen, die ohne klaren Auslöser auftreten oder zu einer verzerrten Wahrnehmung der tatsächlichen Gefahr führen.
Ein typisches Merkmal von Angststörungen ist das Vermeidungsverhalten: Betroffene neigen dazu, angstauslösende Situationen oder Orte zu meiden, was oft zu sozialem Rückzug und Isolation führt. Dadurch wird der Alltag stark beeinflusst und im schlimmsten Fall diktiert die Angst das Verhalten der Betroffenen.
Angststörungen sind eine Gruppe psychischer Erkrankungen, die durch übermässige, anhaltende oder wiederkehrende Ängste und Sorgen gekennzeichnet sind, welche das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen können. Diese Störungen führen häufig zu erheblichem Leidensdruck, Vermeidung von Situationen und einer Einschränkung der Lebensqualität, sie lassen sich jedoch gut behandeln.
Für eine nachhaltige Hilfe werden moderne psychotherapeutische Verfahren mit komplementären und alternativen Methoden kombiniert.
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Die Behandlung ist optional mit oder ohne Hypnosetherapie - Hypnose möglich.
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Hinweis:
Die Auswahl und Kombination der Methoden erfolgt in Absprache und ist individuell auf die jeweilige Person und Ihrem Anliegen abgestimmt. Im Mittelpunkt stehen dabei Ihre persönlichen Bedürfnisse und Ihr individueller Weg.
Achtung: Bei akuter Suizidgefährdung sollten Sie unbedingt ein/e Facharzt/Fachärztin für Psychiatrie aufsuchen!
Die generalisierte Angststörung äussert sich durch einen Zustand der dauerhaften, übermässigen Sorge und Anspannung, die sich über viele Lebensbereiche erstreckt. Betroffene sind in ständiger Sorge über alltägliche Dinge wie Gesundheit, Arbeit, oder Familie – selbst wenn dazu kein konkreter Anlass besteht. Das Gefühl der Angst ist schwer kontrollierbar und geht sehr oft mit körperlichen Symptomen wie Muskelverspannungen, Schlafstörungen oder Konzentrationsproblemen einher. Die Beschwerden halten meist über einen längeren Zeitraum (mindestens sechs Monate) an. Betroffene fühlen sich oft erschöpft und überfordert. Die Lebensqualität kann dadurch stark beeinträchtigt sein.
Panikstörungen manifestieren sich durch das plötzliche und unerwartete Auftreten von heftigen Angstattacken. Diese Panikattacken werden begleitet von starken körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder einem Gefühl des Kontrollverlusts. Die Betroffenen befürchten oft während der Attacke, zu sterben oder wahnsinnig zu werden. Die Attacken dauern meist nur wenige Minuten, können jedoch sehr belastend sein. Häufig entwickelt sich daraus eine sogenannte Erwartungsangst – die Angst vor der nächsten Attacke (Die Angst vor der Angst). Dies kann zu Rückzug und Vermeidung bestimmter Orte oder Situationen führen.
Die soziale Phobie ist eine ausgeprägte Angst vor negativer Bewertung durch andere Menschen. Betroffene fürchten, sich in sozialen oder leistungsbezogenen Situationen zu blamieren oder peinlich zu verhalten. Typische Auslöser sind etwa das Sprechen vor Gruppen, das Essen in der Öffentlichkeit oder neue soziale Kontakte. Die Angst kann zu deutlichen körperlichen Reaktionen wie Erröten, Zittern oder Übelkeit führen. Viele vermeiden daher soziale Situationen, was zu Isolation führen kann. Die Störung beginnt häufig in der Jugend und kann ohne Behandlung chronisch verlaufen.
Spezifische Phobien sind starke, irrationale Ängste gegenüber bestimmten Objekten, Tieren oder Situationen, wie beispielsweise Angst vor Spinnen, Höhen oder Blut. Betroffene versuchen häufig, die jeweiligen Auslöser zu meiden oder können sich ihnen nur unter grosser Angst aussetzen. Diese Vermeidungsstrategien können den Alltag erheblich einschränken, was die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Bleibt die Phobie unbehandelt, kann die anhaltende Angst zu einer chronischen Belastung werden und im schlimmsten Fall die Entstehung weiterer psychischer Erkrankungen, wie etwa einer Zwangsstörung, begünstigen.
Die Zwangsstörung (COD) ist gekennzeichnet durch wiederkehrende, unerwünschte Gedanken (Zwänge) und/oder ritualisierte Handlungen (Zwangshandlungen). Zwangsgedanken können sich beispielsweise um Sauberkeit, Sicherheit oder Schuld drehen und als sehr belastend empfunden werden. Um diese Ängste zu lindern, führen Betroffene stereotype Handlungen aus, etwa ständiges Händewaschen, Kontrollieren oder Zählen. Obwohl die Betroffenen wissen, dass die Zwänge übertrieben oder irrational sind, können sie kaum unterdrücken. Die Zwänge nehmen viel Zeit in Anspruch und schränken das Leben erheblich ein. Häufig tritt diese Störung erstmals in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter auf.
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